Wirtschaft und Tourismus gehören zu Flensburg, wie die Natur und die Menschen. Wer könnte sich das Eine ohne das Andere vorstellen? Umso unvorstellbarer, dass es bis heute nicht gelungen ist mit allen wirtschaftlichen Interessensverbänden, touristisch das Beste für die gesamte Region zu erzielen. Es ist spannend zu hören, zu lesen und Gespräche zu führen, in denen jede/r von sich behauptet, das Beste für Flensburg zu tun. Nur, bisher ist es eben nicht gelungen die doch so gleichen Interessen zu bündeln. Mag sein, dass sie gar nicht so gleich sind. Während sich die ewig Gestrigen darüber streiten, wie die ohnehin sehr kleine Flensburger Sahnetorte aufzuteilen wäre, und ob nicht der eine noch einen Bissen vom anderen erhalten könnte, sollten sich die innovativen Geister zum Blick über den Tellerrand zwingen. Denn, obwohl das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Welt – Flensburg – sich anscheinend um eine blühende Zukunft nicht zu bemühen braucht, befindet sich das gesamte Land Schleswig-Holstein in einer Phase, in der es eben nicht darum geht, sich mit dem zufrieden zu geben, was man sich innerstädtisch erstreiten könnte, sondern Mehrwert zu schaffen, indem sich überregional bemüht wird neue wirtschaftliche Quellen zu erschließen. Dazu aber, müßte man sich in Flensburg erstmal einig sein, ob die Sahnetorte überhaupt größer werden soll. Oder ob dies mit zuviel Aufwand und zuviel Einschnitten verbunden wäre. Gewiß ist, unsere Nachbarn schlafen nicht. Und wenn man jemanden schlafen läßt, muß es nicht unbedingt bedeuten, dass man ihm etwas Gutes tun will. Ganz sicher aber dreht sich die Welt weiter, selbst wenn man im Traume die Zeit meint anhalten zu können. |