Von Sage und Schreibe 73.147 FlensburgerInnen schafften es gerade mal 17.036 für einen der beiden Kandidaten zu stimmen: 23,3%
Unser neuer Oberbürgermeister vereint gerade mal 12,6% aller flensburger WählerInnen hinter sich.
In Brandenburg wäre die Wahl somit ungültig und die Gemeindevertretung müßte aufgrund des geringen Interesses der Wahlberechtigten einspringen:
http://www.lr-online.de/politik/Tagesthemen-Diskussion-ueber-die-Direktwahl-von-Landraeten;art1065,2805657,0
Jede/r hat´s in der Schule gelernt: Wählen gehen ist eine freiheitliche Verpflichtung. Für dieses Recht kämpften unzählige Menschen und ließen Ihr Leben. Jetzt in der Gegenwart, schauen viele Völker, die sich nach einer solchen Freiheit und Ordnung sehnen in unsere Richtung.
Die Entschuldigung, man wüsste nicht wer zu wählen ist, man wäre verdrossen, man könne nicht wählen, weil sowieso niemand etwas ändert oder weil "die alle" ja doch machen was sie wollen.
Es bleibt schlußendlich ein Verzicht auf Selbstbestimmung eines jeden, der wählen dürfte, sein Wahlrecht jedoch nicht wahrnimmt. Jede nicht abgegebene Stimme bedroht unsere Demokratie, unsere Freiheit und die unserer Kinder. Jede nicht genutzte Möglichkeit der Mitbestimmung, jeder Verzicht auf Beteiligung schreit in die Welt: "Laßt mich in Ruhe und macht mit mir was ihr wollt."
Das Recht sich über diejenigen zu beschweren, die etwas tun und vielleicht auch falsch machen, billige ich jedem zu, der sich an demokratischen Prozessen beteiligt. Wird dies nicht bald wieder gelernt in Anspruch zu nehmen, wird die Demokratie eine leere Hülle, eine Alibiveranstaltung werden. Wir werden sie schlafen legen, wie viele unserer Nichtwähler, damit andere, die ungebremst ihre Machtinteressen ausüben wollen ungestört agieren können. Aufwachen!